Die Jecken übernahmen das Regiment in Much

Drei Jahre nach der letzten Prinzenproklamation in Much kommt dieses Jahr das Dreigestirn komplett aus den eigenen Reihen des Mucher Karnevalsvereins (MKV). Kurzfristig hatten sich Prinz Siggi I. (Siggi Boos), die Jungfrau Eri (Erika Corsten) und Bauer Siggi (Siggi Praegel) dazu entschlossen, das Dreigestirn zu stellen, damit das Brauchtum in Much weitergeführt wird. Dies machen sie auch mit ihrem Motto „Spontan, jeck und met Hätz“ deutlich. Durch die etwas kürzere Session konnten die drei es kaum noch erwarten inthronisiert zu werden und die Macht in Much zu übernehmen.

Schon vor dem offiziellen Beginn der Proklamation zeigten die MKV Grashüpfer mit ihrer Bambini- und ihrer Juniorengarde das Publikum der gut besuchten Aula der Gesamtschule und begeisterten mit ihrem Können. Die KAZI-Funken mit dem Tanzcorps Rut-Wiess boten eine akrobatische Tanzdarbietung dar und ließ das Publikum begeistert mitklatschen. Der Einzug des designierten Dreigestirns wurde stimmungsvoll vom Sitzungspräsidenten Sascha Sommerhäuser kommentiert,  musikalisch begleitet von „De Klütteblööser“ aus Weisweiler und begleitet von der Prinzenführerin Gaby Hofsümmer, den drei Tanzgarden des MKV, dem Elferrat und den Pagen. Nachdem alle zusammen auf der Bühne sich dem begeisterten Publikum präsentierten, übernahm Bürgermeisters Norbert Büscher die „Verheiratung“ des Dreigestirns mit ihren neuen Aufgaben und übergab somit die Macht an das Trifolium. Prinz, Bauer und Jungfrau stellten sich persönlich ihren Untertanen vor und hatten auch ein Tänzchen einstudiert, das sie mit großer Freude präsentierten. Danach wechselte ein Highlight das Nächste auf der Bühne ab. De ärme Düwel, Guido Kaltenbach, unterhielt das Publikum mit Witzen und Anekdoten. Die Frontfrau der ersten Kölner Frauenband Colör dachte, dass alle Männer in Much Siggi heißen, da Bauer und Prinz den gleichen Vornamen haben. Neben allen Scherzereien brachte Colör den Saal zum Toben und alle sangen mit. Tosenden Applaus erhielten auch die Dancing Daddys, ein Männerbalett als Köbesse verkleidet, für ihre Darbietung. Als „De Köbesse“ mit ihrem Frontmann Roger Moore das Mikro übernahmen, musste dieser erst einmal dem begeisterten Publikum erklären, dass er keinen Künstlernamen trägt bevor auch De Köbesse sofort den Saal zum Mitsingen brachten. „De Veedelsjungs“ hatten leichtes Spiel mit    kölschen Evergreens bis hin zu den aktuellsten Hits, denn das Publikum wurde nicht müde zu schunkeln und zu singen. Den fulminanten Abschluss des Abends hatten Der Trompetensound „De Weisweiler“, das heißt Musikpower im Big Band Stil mit über sechzig Jahren Bühnenerfahrung. Ob die Hits von heute oder die unvergessenen Tophits der vergangenen Jahrzehnte. Ob Karneval-, Rock und Pop bis hin zur Polka.  Alles wurde angespielt und so war für jeden Geschmack das Richtige dabei. Die „handgemachte Musik“ ging den Jecken unter die Haut und die Stimmung in der Aula war, trotz der späten Stunde, noch ausgelassen. Nach einem sechsstündigen Programm wurde das Dreigestirn mit seinem Gefolge durch die Klütteblöser aus der Aula gespielt und eine gelungene Prinzenproklamation ging allmählich zu Ende. Aber schon am darauffolgenden Tag gab es zwei Kindersitzungen vor zweimal komplett ausverkaufter Aula. Durch das Programm führten gelungen Gitte und Gerda und die Kinder folgten gespannt ihren Worten. Höhepunkte beider Sitzungen war Professor Seltsam (Markus Frieben), der als zerstreuter Professor den Kindern so einiges erklärte und dabei nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Jecken regelrecht „verzauberte“.

Nach einer gelungenen Prinzenproklamation und zwei restlos ausverkauften Kindersitzungen, konnten sich die Mitglieder des MKV über den Erfolg der beiden Tage freuen und nun mit ihren Jecken in eine tolle Zeit des Straßenkarnevals starten.

MKV e. V.